KOMIKI

Kochen mit Kindern auf Spanisch, Englisch und Französisch

„Unsere rare Freizeit, das Streben nach langjähriger Gesundheit und fast »grenzenloser« Leistungsfähigkeit sollen die Triebfedern für bewusstes Auswählen und Einnehmen unserer Speisen sein (Sohyi Kim, u. a. (2005). „heilsame nahrung“, S. 9).“

Ist das Schlaraffenland wirklich ein Paradies?

Das 21. Jahrhundert ist von Überfluss geprägt – auf unserer Seite der Weltkugel. – Überfluss wäre für Menschen in der Steinzeit oder im Krieg sicherlich eine paradiesische Wunschvorstellung gewesen. – Ein kurzzeitiges Scheinparadies jedoch, wie sich für uns und die Natur herausstellte.

Wir lieben Süßes. – Und das ist auch gut so.

Wissenschaftler haben erforscht, dass unsere Körper in der Steinzeit programmiert wurden. Nahrungsmittel mussten jeden Tag gesucht, gejagt, zubereitet und später konserviert werden. Zucker aus süßen Beeren, der viel Energie spendete, gab es nur im Sommer. Kalorien waren also das Gold der Steinzeit. Unser Körper giert also nach Süßem, denn er will ja überleben.
Nascht doch mal Obst statt Schokolade, vor allem im Sommer.

Unsere Körperwaage steht schief. Die Schale der süßen Seite stößt am Boden auf.

Heute gibt es alles überall und in Übermaßen: vor allem Süßes. Doch so ein Körper programmiert sich nicht so schnell um. Wir bekommen also viel zu viel Süßes. Das verändert auch unseren Körper. Und zu viel von etwas ist nicht gut. Viele von uns können dann z. B. an Diabetes erkranken.

Liebe Kalorienmillionäre, verteilt das Süße gerecht auf der Welt.

Und so eine Welt der Allgegenwart und Allseitsverfügbarkeit jeder gewünschten Menge an Nahrungsmitteln ist doch eigentlich auch langweilig. Solch eine Welt ist ein unnatürliches Produkt. Wie wir sehen, ist sie sogar ungerecht, gegenüber Menschen auf der anderen Seite der Welt und auch gegenüber der Natur und ihren Lebewesen. Wenn eine Kultur alles hat, dann ist das ungerecht gegenüber den Kulturen der anderen Hälfte der Welt. Das Ergebnis ist auch für die Kalorienmillionäre nicht befriedigend: Adipositas. Lernen wir von Ernährungswegen verschiedene Kulturen.

Doch, was bringt uns nun das gesunde Maß? – Wie finden wir unser eigenes Maß?

Schauen Sie hierfür mal in meine Rubriken Rezepte und Geschichten für den Alltag.

Mein Teller

70% Grün
20% Gelb
10% Rot

DEG-Ernährungspyramide

(Deutsche Gesellschaft für Ernährung)
Die DEG-Ernährungspyramide schlägt vor, von welchen Nahrungsmittel am Tag am meisten gegessen werden sollte.

Bild folgt

Esst bunt und trinkt viel Wasser.

Das Grundgerüst jeder täglichen Ernährung sind natürlich natürliche Getränke, wie Wasser und Tee. Als nächstes folgen Obst und Gemüse. Und dass das nicht langweilig ist und hier phantasievolle Geschmäcker auf uns warten, ist zu lesen in „Rezepte“.
Bei dieser schönen bunten Grundlage, z. B. aus Banane, Gurke und Tomate, sollten natürlich auch ein paar Scheiben Brot dabei sein.

Snacks

Für Zwischendurch lohnen sich Nüsse und Trockenfrüchte. Aber Achtung, die schönen süßen Früchte sollten sparsam genossen werden, sonst gibt es Bauchweh! Hier sieht man mal, wie der Körper das Maß bestimmt.
Kleingeschnittenes Obst ist auch sehr lecker, wenn man zwischendurch Hunger hat. Das muss man zwar alles vorbereiten, aber auf diese Weise weiß man auch schon etwas mehr, wo das Essen herkommt und hat mehr Bezug zu den LEBENSmitteln.

Brot, Wurst und Milchprodukte

Ein schönes Ei, 2 Scheiben Wurst oder Schinken, 2 Scheiben Käse und eine Kakaomilch runden so einen Tag ab. Wer es eilig hat, kann auch einen Naturjoghurt mit Beerenfrüchten vermengen.

Fette

Braten Sie mit Öl! Und probieren Sie mal, anstatt Butter, Öl auf Ihre Brote zu träufeln. Hier erfährt man ganz neue Geschmackserlebnisse.

Esst Beeren

Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, … – der deutsche Sommer hat so viel Leckeres anzubieten.

Und was wäre das Schlaraffenland ohne Erdbeeren?

Klein, handlich und farbig, wie es die Psychologie der niedlichen Schokoladenstücke nachmacht, und süß und voller toller Geschmäcker. So eine Schüssel saftiger Beeren kann jedes mächtige Stück Kuchen und jeden gleichschmeckenden Riegel ersetzen.

Gerade Kleinkindern würde ich lieber mal eine süße Himbeere auf den Finger stecken, als ein Stückchen Schokolade in den Mund.
Der eigene Finger mit lustiger Lockenpracht oder moderner Mütze kann dann erst spielen, dann gelutscht und zum Schluss im Mund zerquetscht und gekaut werden.

Beschreibt mal die Geschmäcker Eurer Lieblingsfrüchte?

Wer püriert den leckersten Früchtesmoothie aus seinem Lieblingsobst?

Süßes

Schokolade kann fast jeden Tag dabei sein, wenn es sich dabei um nur 1 oder 2 Stückchen handelt. Wie man das so hinbekommt und dabei größten Genuss erfährt, ist zu lesen in „Und so funktioniert’s im Alltag“. (Link)

Schaut auch nochmal in die Handmaße der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung (AID): http://www.aid.de/ernaehrung/ernaehrungspyramide_handmasse.php

Es ist also von allem etwas dabei! Die richtige Mischung und das richtige Maß sind entscheidend.

Jedes Nahrungsmittel hat seinen berechtigen Platz in unserem Speiseplan.
Alles in der richtigen Portion.
Alles zu seiner Zeit.

Zitat: „Wer nicht eher isset, als ihn hungert, und nichts trinket als das liebe Wasser, der wird selten krank.“ – Sophie Mereau, Raimond und Guido / Frau in der Waldhütte

Atmen beim Essen – denn Kosten ist kostbar

Der Alltagsstress bringt uns schlechte und ungesunde Essangewohnheiten:
Wir essen schnell, schlingen vor’m Fernseher und beim Rennen zum Bus alles hinter und stopfen dadurch auch viel mehr in uns rein.

Unser Mund kann aber viel mehr und das tut dann auch unserm Magen gut.
Bekämpfen wir den Stress durch:
Langsames Kauen beim Essen
Kosten unserer Speisen durch Lutschen, Saugen, Schlürfen, …
Atmen beim Essen